Porno-Verdacht in Südkorea: 1600 Hotelgäste heimlich gefilmt

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Die südkoreanische Polizeit hat vier Männer festgenommen, die in diversen Hotels Gäste ohne deren Wissen gefilmt haben sollen.

In rund 30 Hotels wurden mehr als 1600 Menschen heimlich mit versteckten Kameras aufgenommen. Die gerade einmal einen Millimeter großen Spy-Cams waren im Badezimmer-Föhn, in Fernsehern und in Steckdosenabdeckungen versteckt, berichtet der US-Sender „CNN“. Insgesamt wurden 42 verdeckt installierte Kameras gefunden.

In seinen intimsten Momenten in Bad oder Schlafzimmer beobachtet oder gar gefilmt zu werden, ist an sich schon mehr als unangenehm. Doch kommt es noch schlimmer: Die festgenommenen Männer sollen das aufgenommene Material über eine eigens eingerichtete Website als Porno-Content verkauft haben. Dort hatten sich rund 4000 Nutzer registriert. Laut „BBC News“ waren auf der Website über 800 Videoclips als Download verfügbar, Teaser à je 30 Sekunden wurden den Usern gratis gezeigt. Sogar einen Live-Stream aus den Zimmern der nichtsahnenden Hotelgäste sollen die Männer angeboten haben. Und: Wiederholungen der Streams wurden angeblich ebenfalls angeboten – für rund 45 Euro pro Monat.

Nach aktuellem Stand der Behörden sollen die Hotels nichts von den Kameras und den Machenschaften der Verdächtigen gewusst haben. Bei den betroffenen Hotels solle es sich um keine großen Ketten, sondern um kleine Motels handeln.

Neben den illegalen Aufnahmen ist die Herstellung und Verbreitung von Pornografie in Südkorea außerdem verboten. Im Fall einer Verurteilung drohen den vier angeklagten Männern deshalb bis zu zehn Jahre Gefängnis und eine Geldbuße in Höhe von rund 23 000 Euro.

Das große Geld machten die Männer mit den Aufnahmen übrigens nicht. Umgerechnet sollen sie umgerechnet 5400 Euro an den illegal beschafften Clips verdient haben.

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