Pornostar Audrey Hollander: Die Königin des US-Hardcore

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Von Mimi Erhardt

Zum ersten Mal fiel mir die rotgelockte Porno-Akteurin Audrey Hollander (42) vor einigen Jahren auf, als ich mir „9 to 5 – Days in Porn“ ansah. Eine 2008 entstandene Dokumentation des deutschen Regisseurs Jens Hoffmann über ein Jahr im Leben verschiedener Menschen, die in der Pornobranche des San Fernando Valleys arbeiten. Da war dieses Mädchen, eine kiffende Füchsin mit Katzenaugen, die ich wunderschön und sehr traurig fand, wenn sie denn mal ihre Porno-Maske zur Seite gelegt hatte und mit glasigem Blick über ihr Leben in der Adult-Industrie sprach. Ihr damaliger Mann Otto Bauer, selbst Pornodarsteller, verkaufte seine hübsche Gemahlin als neue Jenna Jameson, während Audrey dicht bis in die Haarspitzen am Küchentisch herum dümpelte.

In mir keimte der Wunsch auf, Audrey Hollander zu retten. Und was tut eine ambitionierte Journalistin, wenn sie jemanden retten will? Sie recherchiert. Und so fand ich heraus, dass Audrey Hollander am 4. November 1979 das Licht der Welt erblickte, mit bürgerlichem Namen Lindsay Gene Abston Brush heißt und dass ihr einstiger Traumjob Grundschullehrerin war, sie das sogar studierte, bis sie auf ihren späteren Mann Otto Bauer traf. Dieser machte der süßen Audrey gleich beim ersten Date einen Antrag und bald darauf Ernst.

Einige Monate nach ihrem Kennenlernen, so erzählte Audrey Hollander in einem Interview, fand sie heraus, dass Otto (von dem sie sich laut Wikipedia 2011 scheiden ließ) in einigen Pornofilmen mitgespielt hatte. Und wurde selbst neugierig. So neugierig, dass sie beschloss, es selbst zu versuchen.

Inzwischen ist Audrey Hollander dafür bekannt, die härtesten Anal-Szenen des Universums zu drehen – legendär ist ihre „Triple Anal“-Szene, bei der allerdings „nur“ zwei echte Herrenschwänze sowie ein Dildo in ihrem Allerwertesten steckten. Genau. “Nur”. Haha. Und das, obwohl Audrey einst im Interview zugab, dass Anal zu Beginn so gar nicht ihr Ding gewesen sei, weil sie ständing das Gefühl gehabt habe, auf Klo zu müssen. Nach einiger Zeit sei sie schließlich auf den Geschmack gekommen und heute regelrecht süchtig danach.

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Aber Audrey Hollanders anale Aufnahmefähigkeiten sind nicht der Grund, warum ich sie so in mein Herz geschlossen habe. Diese winzig kleine Frau vereint in sich alles, was ich in Sachen Porno und Sex mag: Verletzlichkeit und Stärke, Schönheit und Authentizität, dazu ist sie kinky bis zum Geht-nicht-mehr (Audrey Hollanders Filme sind definitiv nichts für zarte Seelen). Und on top die langen roten Locken und ihre Sommersprossen. Puh.

Ich glaube heute nicht mehr, dass Audrey Hollander gerettet werden muss. Im Gegenteil. Vielmehr bin ich mir sicher, dass sich alle, die auf rothaarige Damen mit einer Vorliebe für Analsex stehen, in Acht nehmen sollten. Diese Frau macht keine Gefangenen.

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